Posts mit dem Label Mathematik werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Mathematik werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Dienstag, 19. Dezember 2017

erstes Rechnen

Klein-h interessiert derweilen sehr für Zahlen. Jede Ziffer und zweistellig Zahl möchte er von uns erklärt bekommen. Und das mit 2 Jahren...! Aber auch das durchzählen von Gegenständen liegt bei ihm momentan hoch im Trend.
Kürzlich erhielten meine 4 Kinder von einer lieben Freundin einen Sack voll Mini Smarties und Klein-h entdeckte die Naschereien. Logisch möchte er nun ab und an von ihnen essen- wie vor ein oaar Tagen, als wir am Malen waren.
Wusch-hatte er sich ein Päckchen Smarties aus dem Schrank "geklaut", die Schokolinsen fein säuberlich nach Farben sortiert und mir erzählt, welches nun welche Farbe sei. Auch hat er die Sorten begonnen durchzuzählen (bis jeweils 5, weiter kann er noch nicht zählen), aber dann vermischelten sich die Smarties wieder... 😉
Weil ihm das wirklich Spass macht, haben wir auf unser begonnenes Tannenbaum-Bild kurzerhand 10 Kugeln gemalt. Nun hat Klein-h jeweils die Smarties von einer Farbe auf die "Kugeln" verteilt und durchgezählt.
Danach haben wir die Smarties auf ein Blatt gegeben, sie mit der entsprechenden Farbe eingekreist und die Zahl/Ziffer dazugeschrieben.
Wichtig dabei ist, dass das Kind nicht zurechtgewiesen wird, sondern, dass ihr gemeinsam Spass "beim Schmücken" des Baumes habt! Auch das Naschen der Schokolinsen sollte nicht als Belohnung bei "richtig-Zählen" erfolgen, sondern halt einfach so, um des Spasseswillen und der Mühe, die sich das Kind gegeben hat!

Vorteile, die durch dieses Spiel entstehen

- Gespräche über Farben
- Anzahl Farben sind immer anders
- Mengenlehre
- Feinmotorik
- gemeinsam ein Bild malen
- gemeinsam spielen
- kostengünstig
- Zählen und Zahlenlehre
- Spiel kann später auch ausgeweitert werden. Bsp.: Du hast 5 rote Linsen. Ich esse 2. Wieviele sind es noch?

Ab und zu Naschen in Massen ist für mich ok.
Nur: Wenns so weitergeht mit seinem Zahlenunteresse, spielen wir das Spiel wohl mit Weintrauben, Rosinen und Nüssen....!

Donnerstag, 19. Januar 2017

Lernen: Montessori Math City

Unter der Rubrik 'Lernen' möchte ich euch heute einmal eine App vorstellen. Ja, ihr habt richtig gelesen! Mama H stellt eine App zum Lernen vor und nicht etwas zum Basteln, übereinander stapeln, zum Hüpfen oder Greifen vor, nein, etwas Digitales.
Aber auch nur deshalb, weil ich denke, dass diese App zusätzlich zu den anderen Lernangeboten eine wirklich tolle Sache ist.
So, nun genug gequatsch! 😊  Es handelt sich dabei um die 'Edoki-App: Montessori Math City', welche rund 4 Euro kostet, dafür aber keine störende Werbung und keine In-App-Käufe aufweist. Weiterer Vorteil ist, dass der Anbieter das Lernspiel auf 15 Sprachen, darunter Deutsch, Englisch, Spanisch, Französisch, aber beispielsweise auch Türkisch oder Chinesisch (traditionell oder vereinfacht) und Dänisch sowie Schwedisch anbietet. Hier ist jedoch bereits ein erster kleiner Wehrmutstropfen (auf Deutsch, die anderen Sprachen habe ich nicht getestet) zu vermerken: Es hat sich ein wiederholter Fehler eingeschlichen. So wird, als Belohnung, 'new Gebäude' anstatt 'neues Gebäude' angepriesen, was wirklich schade für eine Lern-App ist. Hinzufügen ist noch, dass die für meinen und Mümmi H's Geschmack etwas seltsam anzumutende Computerstimme das Wort '7' eher als 'siebnen' ausspricht. Mümmi H hat nach einer kurzen Weile den Ton des Tablets einfach auf stumm geschalten, da die Entwickler das Spiel so konzipiert haben, dass es selbsterklärend ist und sogar Kinder mit 5 oder 6 Jahren die Einstiegsaufgaben visuell erarbeiten könnten.
Allgemein kann ich anmerken, dass der Aufbau der App klar strukturiert, durchdacht und aufbauend ist: Zuerst dürfen die Kinder mithilfe der goldenen Perlen bis 9 zählen (zuordnen), anschliessend wird ihnen spielerisch vermittelt, dass zehn Einheiten (=Einer) einem Zehner entsprechen, zwanzig 2 Zehner, dreissig 3 Zehner und zweiundsiebzig 7 Zehner und 2 Einheiten; bis auf 1000! So wird auch der jeweilige Übergang von einer Einheit zur nächsten vermittelt, ohne dass sich das Kind krampfhaft darum bemühen muss zu rechnen. Der 'Aha-Effekt' wird höchstwahrscheinlich nicht lange auf sich warten lassen...
Bei der Funktion 'Quiz' geht es um die Wissenssicherung des Gelernten. Das Kind hat hier die Möglichkeit zusätzliche Stadtelemente zu gewinnen, um seine eigene Stadt zu vergrössern. Diese Elemente (Wolkenkratzer, Häuser, Geschäfte, Autos, Flugzeuge, Springbrunnen...) erhält das Kind jeweils als Bonus für gelöste Aufgaben. Falsch gelöste Aufgaben gibt es in diesem Lernspiel übrigens nicht - das würde demotivieren. Die Aufgabe schliesst nicht ab, bevor sie nicht korrekt gelöst (Auf welchem Weg auch immer. Das ist der Vorteil der Mathematik. ) wurde. Aber keine Angst: Da es ja darum geht, dass die Kinder nach einem ersten gemeinsam Spiel mit den Erwachsenen die App alleine bewältigen können, haben die Edoki-Entwickler Hilfestellungen eingearbeitet, dass es zu Lösung kommt, die dem Lernprozess des Kindes entspricht.
In der Rubrik 'Zahlenblöcke' lernt das Kind ergänzen. Zuerst mit kleineren Zahlen, danach mit grösseren. Mümmi H hatte immer Respekt vor grösseren Zahlen, aber seit dieser Lern-App spielt es ihr wie keine Rolle mehr. Im Gegenteil: Sie spielt sogar mit den Zahlen! Das ist nämlich bei dieser Rubrik gut möglich, da es hier 50+50 selber in 100 umwandelt und dementsprechend auch, wenn das Kind 10 mal 10 Blöcke übereinander türmt. Auch hier, wie bei allen anderen Themenbereichen, kann das Kind wieder  Elemente für seine eigene interaktive Stadt sammeln. Die repräsentieren die Einer, Zehner, Hunderter und Tausender, welche das Kind während seinem Lernprozess begegnet ist.

Abschliessend möchte ich noch bemerken, dass es einen, na ja 'gesicherten' Bereich für Eltern hat, in der die Montessoripädagogik kurz erläutert wird, da diese der Grundgedanke hinter der App ist und die Werzeuge von den Materialien Maria Montessoris stammen.
Die App eignet sich ab ca. 5 Jahren und begleitet das Kind noch einige Folgejahre weiter, da es das Dezimalsystem bis 1000 spielerisch vermittelt und adaptives Lernen ermöglicht.
Trotz kleiner Mängel, die hoffentlich bald behoben werden, ist es diese App ihr Geld wert.
Fazit: probierts aus!

Mama H

Freitag, 21. Oktober 2016

Division im 100er-Raum; Halloween inspiriert

Heute möchte ich euch abermals eine einfache, aber effektive Lernvariante vorstellen, die Mümmi H hilft, die Tücken der Mathematik selbstständig zu überwinden.
Für die Herbstferien hat sie von der Lehrperson ein Ferienheft erhalten, das sehr mathelastig ist. Mümmi H ist beim Lösen der Aufgaben wie folgt vorgegangen:

1. Sie löste alle Aufgaben der selben Rechenart
2. Sie löste alle Aufgaben, die sie konnte
3. Für die, die bei der Division nicht so beherrschte, nahm sie folgende Hilfsmittel zur Hand:

-kariertes Blatt
-Schreibzeug
-Stempel 'Geist', Måla Ikea

1
Bei der Rechnung 54:9=? stellte sich Mümmi die Frage: 'Wenn 54 Geister herumschwirren und ich jeweils 9 in einen Sack packe, wieviele Säcke brauche ich dann?'

2
Dann nahm sie den Geisterstempel und stempelte sich 54 Geister auf das Blatt.
Im Anschluss kreiste sie sich immer 6 Geister ein. Die Anzahl Säcke entspricht dem Ergebnis:9

54:6=9

3
Damit sie das Gelernte sichert, schrieb sie sich die Rechnung zum Gestempelten auf.

Diese Art benötigt ein hohes Mass an Konzentration (genaues Zählen und Stempeln) und Ausdauer. Aber das Kind legt sich bald selbst Vorgehensmuster zu, welches ihm beim mathematischen Abstrahieren dienlich ist. Durch das Aufstempeln, 'Einfangen der Geister' --> Bündeln (Mehr/Weniger-Effekt) und dem somit verbundenen Visualisieren fällt es dem Kind leichter, Rechnungen ins Langzeitgedächtnis zu speichern und später wieder abzurufen.

Durch das Aufstempeln wird den Kindern, wie bereits erwähnt, die Menge visualisiert. Deswegen ist es wichtig, dass sie sich am Anfang die Rechnungsstellung und am Schluss, zur Beendung der jeweiligen Aufgabe, die Lösung notieren.

Natürlich kann man dies mit anderen Stempelformen machen oder auch mit Bleistiftkringel! Oder den Jahreszeiten oder den Festen angepasst. Wichtig ist ein gleiches Vorgehen für das Kind!

Mama H

Freitag, 7. Oktober 2016

Spielen mit Bausteinen

Heute hatte ich wieder einmal eines dieser Erlebnisse, die mir wieder vor Augen führten, wie wichtig das Spiel für die Entwicklung von Kindern ist.
Nachbarsjunge 1.0 kam zum Muffinbacken rüber (er hatte es sich schon seit einigen Tagen gewünscht) und ein paar Minuten später gesellte sich eher zufällig das 5jährige Nachbarsmädchen A noch hinzu. So fabrizierte Mümmi H gemeinsam mit ihren Freunden eine Ladung Muffins, die bei einem spontanem Festchen genüsslich verzehrt wurden.

Später spielten die drei zusammen mit Klein-h, der 1 Jahr alt ist, Lego. Alle vier profitierten voneinander, sei es bezogen auf die Kreativität, das abstrakte Denken, die mathematischen Fähigkeiten, die Fingerfertigkeiten oder die Rücksichtsnahme zueinander. Interessant war ausserdem zu sehen, dass sie keinen 'Bespasser' oder 'Animator' in Form eines Erwachsenen brauchten, um miteinander zu kommunizieren, Spass zu haben und Ideen zu verwirklichen.
Das einzige, was ich ihnen zur Verfügung gestellt habe, waren:

- grosse, leere Schachtel
- ausreichend Lego Duplo-Steine
- genügend Zeit und Raum, ohne Störquellen

Da mich der heutige Nachmittag dermassen berührte, möchte ich im folgenden Abschnitt erörtern, weshalb ich die Grundbausteine der Lego und Lego Duplo als pädagogisch sinnvoll erachte.

Feinmotorik

Besonders die Feinmotorik der Kinder wird durch das Spielen mit Lego und Duplo gefordert und gefördert. Durch das Zusammenstecken der Teile lernen die Kinder einzelne Bauteile ruhig in den Fingern zu halten und entsprechend sanft zusammenzufügen.

Abstraktes Denken

Durch das Aneinanderreihen von Steinen entstehen wiederkehrende Muster und Gebilde, welche immer wieder zu anderen Modellen zusammengefügt werden können mit einer eigenen Bedeutung. Ein solches Modell kann wiederum immer anders zusammengesetzt werden; genau wie in der Sprache und in Gleichungen. Dabei kommt es vor allem auf Übung und Durchhaltevermögen an, denn häufig sind mehrere Anläufe nötig, um eine die gewünschte Konstruktion zu erschaffen.
Wenn Kinder im Rahmen eines angenehmen Umfelds behutsam und kreativ gefördert und gefordert werden, wirkt sich das positiv auf ihre Fähigkeiten und ihr Verhalten aus. Dies äussert sich wiederum darin, dass Kinder Freude am Lernen empfinden.

Kreativität

Die Legosteine fördern die Fantasie und die Kreativität der Kinder, da auch ein ursprünglicher Umgang ohne Regeln pädagogisch wertvoll ist und die Entwicklung der Kinder positiv beeinflusst.

Mathematische Fähigkeiten

Meine beiden Grossen haben Mühe in Mathematik (hatte ich ehrlich gesagt auch). Erstaunlicherweise tut sich Mümmi H leicht beim Zusammenbauen von Legokonstruktionen nach Vorgabe; sogar wenn diese weit über ihrer Altersstufe angesiedelt sind.
Dies bestätigt mir, dass Lego und Lego Duplo durchaus unterstützend bei mathematischen und naturwissenschaftlichen Fächern einzusetzen sind. 

Bsp.: Die Kinder fragen sich, wie sie einen Turm höher bauen können, ohne dass dieser gleich wieder wackelig einstürzt. Durch bestimmte Bauweisen lernen die Kinder spielerisch die Grundlagen der Statik und Physik kennen.

Letztes ist genau heute geschehen. Die vier Kinder (naja... Klein-h hat mitgewirkt, aber wie bewusst er mitgemacht hat bis er eingeschlafen ist, weiss ich nicht.) haben zuerst einen dünnen, hohen Turm gebaut, der bis unter die Decke reichte. Dieser stürzte aber alsbald ein. Darauf stellten sie sich die Frage, wie sie ihn stabiler konstruieren könnten. Nachbarsjunge 1.0 meinte bald, er müsse dicker sein, Mümmi H erwiderte darauf, dass auch dieser ab einer bestimmten Höhe einbrechen könnte und hatte die Idee, ihn wie den Eiffelturm zu bauen. Nachbarsmädchen A fand diese Idee toll und wollte die Bausteine parat legen.
So hatte jeder seine Rolle. Beim Bau des Turms entstanden Gespräche mit Erklärungen, von welchen wir Erwachsenen viel lernen können! Es gab eine klare Rollenverteilung, einen angemessenen Gesprächston und das Ziel wurde mehr als erreicht.

Ich finde Lego, solange es nicht eine Schnickschnack-Version ist, prima und kann die Bausteine nur weiterempfehlen. Was macht ihr so mit Legosteinen?

Mama H