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Sonntag, 23. September 2018

5er-Reihen Zwetschgenkuchen

Ich finde Backen sowie Kochen mit Kinder toll! Denn es integriert die Kiddies im Alltag und lehrt sie den Umgang mit Lebensmitteln und den Küchenutensilien.
Ausserdem, und das find ich nochmal so toll, bringt es ihnen spielerisch Mathe lebensnah bei-cool! Also haben wir heute gebacken!! Und zwar einen

5er-Reihen Zwetschgenkuchen

Backofen auf 180° Ober- und Unterhitze vorheizen.
Kleines Backblech mit erhöhtem Rand mit Backpapier auslegen.

-500g Zwetschgen; entsteint und halbiert

-125 ml Milch
-125 g Butter
-5 mittelgrosse Eier
-250g Zucker
-350g helles Dinkelmehl
-1 Pack Backpulver
-etwas Zimt nach Geschmack

1
Milch und Butter in einem kleinen Topf aufkochen.

2
Eier mit Zucker in einer Rührschüssel mit dem Mixer schaumig rühren. Heisse Milch-Butter auf niedrigster Stufe tröpfchenweise unterrühren.

3
Mehl mit Backpulver unt Zimt mischen. Zum flüssigen Teil geben und unterrühren.

4
Den fertigen Teig in die vorbereitete Form geben und gleichmässig verstreichen. Mit den Zwetschgen belegen, so dass die Schnittfläche oben ist und ca. 40 Minuten im unteren Drittel  backen.

Den Kuchen noch lauwarm mit Vanille oder Baumnusseis geniessen.
Meine Kinder lieben ihn mit Vanille-Sahne oder auch mit einer dicken Puderzucker-Schicht.

Mittwoch, 6. Juni 2018

Buchstabenspiel für Kleinkinder

Momentan sind beim bald 3jährigen Klein-h die Zahlen abgeschrieben und die Buchstaben wieder hoch im Kurs! Das ABC singt er beinahe fehlerfrei und als Grossbuchstaben erkennt er diese auch alle. Nun will er damit aber auch etwas anfangen. Weshalb er auch immer ganz wild darauf ist, mir mein Scrabble-Spiel aus dem Schrank zu stibitzen..!😉
Ehrlich gesagt, war ich im ersten Moment etwas überfordert, als er mit seinen grossen Augen, dem Spiel und der Bitte, er wolle dies jetzt mit mir spielen, vor mir stand... Wie soll ich mit ihm scrabblen?!
Nach dem Aufbau ging aber alles von alleine!

Klein-h legte ein "N" und meinte:"Nnn...wie Nase."
Erstaunt legte ich meines dazu und sagte:" Nnn, wie Nuss."
Danach füllten wir unsere Schieber wieder auf.
Beim "E" stellte er auf einmal fest, dass er mehrere hatte und zählte 3, die er ablegte (also doch noch was mit Zahlen..!😉). Ich tat es ihm gleich und legte meine E's dazu und erklärte:"Eee, wie Eva."

Da die Phonetik (Aussprache) der mechanischte Teil beim Lesenlernen ist, ist er auch der schwierigste. Wir handhaben es so, dass wir die Buchstaben, nicht wie beim ABC benennen, sondern deren Aussprache nennen!
  • Wenn wir also über Buchstaben reden, dann machen wir lautmalerisch den Ton nach, den die Buchstaben im Wort haben: „B“, wie Banane. „F“, wie Fuchs. (nicht "Be" oder "Eff" sprechen sondern nur "B" und "F").
  • Klein-h bekundet aktuell noch Mühe bei "O"  und "U". So kommt es vor, dass er ein "U" legt  und sagt: "o, wie Oma"...😉

Donnerstag, 19. Januar 2017

Lernen: Montessori Math City

Unter der Rubrik 'Lernen' möchte ich euch heute einmal eine App vorstellen. Ja, ihr habt richtig gelesen! Mama H stellt eine App zum Lernen vor und nicht etwas zum Basteln, übereinander stapeln, zum Hüpfen oder Greifen vor, nein, etwas Digitales.
Aber auch nur deshalb, weil ich denke, dass diese App zusätzlich zu den anderen Lernangeboten eine wirklich tolle Sache ist.
So, nun genug gequatsch! 😊  Es handelt sich dabei um die 'Edoki-App: Montessori Math City', welche rund 4 Euro kostet, dafür aber keine störende Werbung und keine In-App-Käufe aufweist. Weiterer Vorteil ist, dass der Anbieter das Lernspiel auf 15 Sprachen, darunter Deutsch, Englisch, Spanisch, Französisch, aber beispielsweise auch Türkisch oder Chinesisch (traditionell oder vereinfacht) und Dänisch sowie Schwedisch anbietet. Hier ist jedoch bereits ein erster kleiner Wehrmutstropfen (auf Deutsch, die anderen Sprachen habe ich nicht getestet) zu vermerken: Es hat sich ein wiederholter Fehler eingeschlichen. So wird, als Belohnung, 'new Gebäude' anstatt 'neues Gebäude' angepriesen, was wirklich schade für eine Lern-App ist. Hinzufügen ist noch, dass die für meinen und Mümmi H's Geschmack etwas seltsam anzumutende Computerstimme das Wort '7' eher als 'siebnen' ausspricht. Mümmi H hat nach einer kurzen Weile den Ton des Tablets einfach auf stumm geschalten, da die Entwickler das Spiel so konzipiert haben, dass es selbsterklärend ist und sogar Kinder mit 5 oder 6 Jahren die Einstiegsaufgaben visuell erarbeiten könnten.
Allgemein kann ich anmerken, dass der Aufbau der App klar strukturiert, durchdacht und aufbauend ist: Zuerst dürfen die Kinder mithilfe der goldenen Perlen bis 9 zählen (zuordnen), anschliessend wird ihnen spielerisch vermittelt, dass zehn Einheiten (=Einer) einem Zehner entsprechen, zwanzig 2 Zehner, dreissig 3 Zehner und zweiundsiebzig 7 Zehner und 2 Einheiten; bis auf 1000! So wird auch der jeweilige Übergang von einer Einheit zur nächsten vermittelt, ohne dass sich das Kind krampfhaft darum bemühen muss zu rechnen. Der 'Aha-Effekt' wird höchstwahrscheinlich nicht lange auf sich warten lassen...
Bei der Funktion 'Quiz' geht es um die Wissenssicherung des Gelernten. Das Kind hat hier die Möglichkeit zusätzliche Stadtelemente zu gewinnen, um seine eigene Stadt zu vergrössern. Diese Elemente (Wolkenkratzer, Häuser, Geschäfte, Autos, Flugzeuge, Springbrunnen...) erhält das Kind jeweils als Bonus für gelöste Aufgaben. Falsch gelöste Aufgaben gibt es in diesem Lernspiel übrigens nicht - das würde demotivieren. Die Aufgabe schliesst nicht ab, bevor sie nicht korrekt gelöst (Auf welchem Weg auch immer. Das ist der Vorteil der Mathematik. ) wurde. Aber keine Angst: Da es ja darum geht, dass die Kinder nach einem ersten gemeinsam Spiel mit den Erwachsenen die App alleine bewältigen können, haben die Edoki-Entwickler Hilfestellungen eingearbeitet, dass es zu Lösung kommt, die dem Lernprozess des Kindes entspricht.
In der Rubrik 'Zahlenblöcke' lernt das Kind ergänzen. Zuerst mit kleineren Zahlen, danach mit grösseren. Mümmi H hatte immer Respekt vor grösseren Zahlen, aber seit dieser Lern-App spielt es ihr wie keine Rolle mehr. Im Gegenteil: Sie spielt sogar mit den Zahlen! Das ist nämlich bei dieser Rubrik gut möglich, da es hier 50+50 selber in 100 umwandelt und dementsprechend auch, wenn das Kind 10 mal 10 Blöcke übereinander türmt. Auch hier, wie bei allen anderen Themenbereichen, kann das Kind wieder  Elemente für seine eigene interaktive Stadt sammeln. Die repräsentieren die Einer, Zehner, Hunderter und Tausender, welche das Kind während seinem Lernprozess begegnet ist.

Abschliessend möchte ich noch bemerken, dass es einen, na ja 'gesicherten' Bereich für Eltern hat, in der die Montessoripädagogik kurz erläutert wird, da diese der Grundgedanke hinter der App ist und die Werzeuge von den Materialien Maria Montessoris stammen.
Die App eignet sich ab ca. 5 Jahren und begleitet das Kind noch einige Folgejahre weiter, da es das Dezimalsystem bis 1000 spielerisch vermittelt und adaptives Lernen ermöglicht.
Trotz kleiner Mängel, die hoffentlich bald behoben werden, ist es diese App ihr Geld wert.
Fazit: probierts aus!

Mama H

Donnerstag, 12. Januar 2017

Lernen: Geschichten schreiben in der Grundschule

In der Schule erhält Mümmi H regelmässig Schreibtexte als Hausaufgabe. Auf diese freut sie sich meistens. Doch ab und an hat die kleine Autorin eine Schreibblockade- ja, diese gibt es auch mit 9 Jahren. Völlig normal! Aus diesem Problem haben wir beide aber eine Tugend gemacht und Karteikarten mit folgenden Inhalten angelegt:

-grün: Ort des Geschehens
-rot: Hauptperson (Menschen, Tiere, Fabelwesen)
-blau: Verb
-gelb: Adjektiv

Da Mümmi H schreiben darf, über was sie möchte, sind also auch Fantasiegeschichten erlaubt. Wenn sie nun also nicht weiss, was sie schreiben möchte, zieht sie sich 'Ideen' aus ihrer Kartei!
Heute entschied sie sich, dass sich ihre Geschichte an einem Hauptort (=1× grün) abspielen solle mit zwei Protagonisten  (=2× rot und 2× gelb). Ausserdem zog sie noch ein Tätigkeitswort (1×blau), um ein typisches Ereignis in der Geschichte zu beleben.

In diesem Fall war das:

-Flughafen
-starker Bär
-lustiges Zebra
-schwimmen

Mit diesen Reizwörtern vor sich, konnte Mümmi H eine wunderbare, beinahe 2 1/2 A4-Seiten lange Geschichte schreiben! Die Ideen quollen nur so aus ihr raus! Dies war wirklich eine lange Geschichte.  Die Norm für die 3. Primarklasse liegt bei einer A4-Seite. Im groben gilt: 2 Sätze für die Einleitung, 6 für den Hauptteil und erneut 2, um den Text zu beenden.

Die Hauptsache ist aber: Lasst eure Kinder einfach schreiben, schreiben, schreiben! Auch wenn noch viele Fehler während des Schreibens geschehen, greift bitte nicht ein! Die Kinder haben so viele Ideen sowie Gedanken und möchten diese unterbringen- was eine Riesenleistung an sich ist! Für diesen Prozess wird die rechte Hirnhälfte der Kinder beansprucht (weshalb vor dem Korrigieren durch das Kind selbst idealerweise Übungen für die linke Hirnhälfte zur Aktivierung dieser und Entspannung der rechten gemacht werden sollten.).
Lobt die Kinder für ihre tollen Geschichten, für  ihre niedergeschriebene Gedanken, ihre kreativen Werke. Motiviert sie, indem ihr ihnen für das Achtung schenkt, was sie können und erreicht haben, anstatt ihre Fehler zu kritisieren oder zu verbessern!!!
Übungen für nach dem Schreiben, um linke Gehirnhälfte mitaktivieren: Überkreuzübungen, Achter in die Luft malen...

Nun können die Kinder ihr Geschriebenes laut durchlesen, da beide Gehirnhälften arbeiten und konzentriert sind. Dabei ist es wichtig, nicht auf die  Rechtschreibung zu achten, sondern auf:
-habe ich ganze Sätze geschrieben?
-stimmt die Zeit durchgehend im Text?
-ist meine Wortstellung  ok?
-habe ich überall i-,ä-,ö-Pünktchen...?

Lobt eure Kinder, für jeden entdeckten Fehler! Wenn es natürlich selber einen Schreibfehler entdeckt, umso besser!

Danach folgt wieder 'Gehirngymnastik'.

Nun können die Autoren ihre Werke abermals durchlesen. Jetzt ist der Zeitpunkt, an dem einfache Rechtschreibfehler behoben werden. Helft ihnen auf eine positive Art dabei!

Anfangs 3. Klasse wird es jedoch noch so sein, dass die Kinder der Lehrperson einen Entwurf mit in die Schule bringen müssen und sie es dort gemeinsam überarbeiten. Deswegen empfiehlt es sich, letzteren Punkt erst später einzuführen, also nach dem Schreiben bis zur 1. Nachbearbeitungsphase vorzugehen.

Ich wünsche euch viele kreative Minuten und Stunden beim Schreiben! Mama H




Montag, 9. Januar 2017

Lernen: Kleinkindern Vertrauen schenken - sich selbst vertrauen

Wieder einmal möchte ich davon berichten, mit welchen einfachen Mitteln wir einen Alltag für unsere Kinder schaffen können, der ihnen Freude bereitet und ihre Selbstständigkeit und somit auch ihre Selbsttätigkeit fördert.
Berücksicht dabei muss lediglich werden, dass Kinder am besten in ihrem eigenen Rhythmus und in ihrer eigenen Art lernen. Kann man also Kinder dazu ermutigen, das Lerntempo, das Thema und die benötigten Wiederholung für das Gelernte/Geübte selbstständig zu steuern, ist der Effekt am ergiebigsten. Besonders dann, wenn alle Sinne des Kindes mit in den Lernprozess miteinbezogen werden!
Sind diese Faktoren gegeben, können sich auch bereits jüngere Kinder wie Klein-H (17 Monate) übere eine längere Zeit konzentrieren und sich einer Sache hingeben.

Dies bedtätigte mir heute wieder eine tolle Begebenheit mit ihm, während der Küchenarbeit:

- freie Wahl der Arbeit: Klein-h entschied von sich aus, dass er mir helfen will, Karotten zu waschen. Ich stellte ihm eine Auflaufform mit Wasser zur Verfügung und 3 Karotten (später wusch er sie auch im geschälten Zustand). Er wusch die Karotten immer und immer wieder und die 'Arbeit' schien ihn sichtlich zu befriedigen. Ab und zu trank er vom Wasser. Wenn die Arbeitsfläche nass wurde, wollte er sie jeweils sofort trocken wischen.
-relative Zeitfreiheit: Klein-h durfte die Karotten ohne Zeitdruck waschen. Zwischendurch pausierte er von dieser eigentlichen Arbeit, um sie erneut aufzunehmen. Die länge der Arbeitsintervalle bestimmte er ebenfalls selbst.
-vorbereitete Umgebung: Da sich die Entwicklung eines Kindes nach einem inneren Bauplan, der nicht gestört werden soll, vollzieht und das Kind verschiedenen Entwicklungsphasen durchläuft, ist eine angepasste Umgebung enorm wichtig für das Kind. Hier kann es sich zurechtfinden und die benötigte Ruhe und Konzentration finden, um zu lernen selbstständig und selbsttätig durchs Leben zu gehen.

Mama H

Mittwoch, 30. November 2016

Lernen: Backen mit Holz

Bei uns ist es über Nacht richtig frostig geworden. Mirgens war der Boden dann gefroren. Klein-h war letztes Jahr noch zu klein, um auf einer gerorenen Wiese zu gehen. Daher war es für ihn eine richtige Herausforderung und zugleich ein Riesenspass- auch wenn er ein paar Stürze hinlegte.
Trotzdem schafften wir es ins Dorf. Dort angekommen, endeckte ich ein tolles Holzspielzeug von Tchibo: ein Holz-Backset aus FSC-zertifiziertem Holz zum Backenspielen mit Keks-Dekorationen mit Klett zum untereinander austauschen.

Gesehen, gekauft. Da Klein-h auf Weihnachten von seinem Paten eine Holzküche erhält, ist das eine tolle Ergänzung. Und ausserdem werden wir im  Minimum einen ganzen Backtag im Dezember haben, da kann Klein-h sich zusätzlich mit diesem Holzpuzzle beschäftigen...!

Zuhause angekommen haben wir zwei unsere Einkäufe verstaut, eine Backapfelkerze angezündet und das Set betrachtet. Die Verpackung ist gut durchdacht: Wer sich ein erstes Bild über das Holzspielzeug machen möchte, kann in der Front einen Klappdeckel öffnen und die 14 Teile betrachten. Toll wäre, wenn die ganze Verpackung aus recyclibarem Material wäre...
Dann haben wir uns fröhlich ans Werk gemacht und das Backset ausgepackt.
Zum Vorschein kamen ein Backblech, Teig mit 5 Keksen und 5 abnehmbaren und austauschbaren Dekorationen, ein Teigroller und ein Teigspachtel. Die ideale Backerstausrüstung!
Wir haben die Deko von den Plätzchen gelöst, den Teig vom Blech genommen und mit der Teigrolle über den Teig gerollt. Oder es zumindest versucht- leider rollt sie nicht wirklich gut. Danach hat Klein-h die Plätzchen dekoriert und quasi ausgestochen. Somit mussten sie auch aufs Backblech und in den Ofen (Fusstritt seines Kinderstuhls 😊). Ich habe ihm unsere Eieruhr auf 1 Minute gestellt, was Klein-h als einen Riesenspass empfand! Tick-tick-tick-tack-brrrring! Die Plätzchen waren fertig und durften aus dem Ofen. Mit Hilfe des Spachtels nahmen wir die 'heissen' Kekse vom Blech und ,assen' sie. Danach ordnete Klein-h sie wieder in die richtigen Teigfreiräume ein.

Fazit
Ein tolles Holzspiel, welches verschiedene Verwendungsmöglichkeiten findet. Zum einen bringt es den Kindern spielerisch den Backablauf näher, ohne sie zu überfordern, da es sich mit 5 Spielteilen um eine überschauliche Stückzahl handelt. Zum anderen schult es die Feinmotorik, da das Kind die verschiedenen Formen ordnen kann, mit der Spachtel Teile herum bewegen kann und mit der Teigrolle gezielte Bewegungen ausführen soll. Letzteres ist leider durch eine mindere Fabrikation nicht möglich, was das Spiel und die Schulung mit solch einem Haushaltsgerät schon beeinflusst. Auch die mit Klettverschluss versehenen Dekorationen dienen der Feinmotorik und unterstützen die Kreativität des Kindes.
Leider ist nicht die ganze Verpackung recyclierbar, auch wenn tchibo beim Spielzeug selbst mit '...dem Wald zuliebe' wirbt.
Empfohlen ab 3 Jahren; 19.95 Cf

Mama H

Freitag, 28. Oktober 2016

Lernen: Multiplizier- und Dividier-Hüpfspiel

Mit diesem Hüpfspiel hat Mümmi H quasi 'im Flug' die 6er-Reihe vor-und rückwärts gelernt.
Was ihr besonders daran gefallen hat, war:
-dass man es alleine, aber auch zu mehreren spielen kann
-dass man sich bewegt und nicht still sitzen muss beim Lernen
-dass man sich selber kontrollieren kann, indem man die Sechsergruppen am Rand zählt
-dass man, wenn man es von unten her spielt, multipliziert und wenn man es von oben her spielt, dividiert

Kurz und knapp- aber aussagekräftig, was?

Mama H mit Mümmi H

Dienstag, 25. Oktober 2016

Multiplikations-Nähscheibe

Wieder ein Post, der die Multiplikation im 100er-Raum spielerisch in ihrer Einfachheit fördern soll.
Momentan gefallen Mümmi H die Nähbilder. Die Mamas (sicher auch Papas), die wie ich in den 80er Jahren Kind waren, haben sich bestimmt mit diesen Bildern die Zeit vertrieben!
Also kurz überlegt, Kästen aufgemacht und Pappteller gefunden! Was lag da näher, als diese zu durchlöchern?!

Alles was ihr Multiplikations-Nähscheiben braucht, ist:

-1 Pappteller
-Locher
-Edding, wasserfest
-Schnur
-Spreizklammer
-Lineal

1
Macht in die Mitte des Tellers ein kleines Loch.

2
Mit dem Locher locht ihr verteilt auf den Rand 10 Löcher.

3
In die Mitte beschriftet ihr, um welche Reihe es sich handelt (hier: 7er-Reihe).
Die Löcher beschriftet ihr mit den Reihenzahlen. Wichtig: nicht der Reihenfolge entsprechend!

4
Hinten schreibt ihr die Reihenzahl nochmal an den entsprechenden Ort mit der korrekten Rechnung dazu.

5
Bindet nun die Schnur an die Spreizklammer und steckt diese durch das kleine mittlere Loch und befestigt sie.
Nun fädelt die Schnur einmal korrekt durch die Löcher (hier: 7,14,21,...70).
Kehrt nun den Pappteller und zeichnet mit einem Lineal die gespannten Schnüre nach.
Diese dienen der Selbstkontrolle; nur so wurde 'richtig genäht'

Diese Art zu lernen hilft dem Kind einerseits sich zu konzentrieren und andererseits kann es sich diese bestimmte Reihe anhand eines Bildes und einer immer wiederkehrenden gleichen Bewegung merken.

Viel Spass beim Nachbasteln
Mama H

Lern-Heft

Gestern war der erste Schultag nach den Herbstferien. King H kam mit drei Prüfungen zur Unterschrift zum Mittagessen nach Hause und der Tatsache, dass sie in vier Tagen in Geografie bereits erneut eine Prüfung haben. Erstaunlicherweise nahm er es ziemlich locker, obwohl es recht viel Lernstoff zum Thema 'Island' ist. Mit seinen bald 13 Jahren hat er es mitlerweilen verstanden, ab und an die 'Fleissfächer' zu repetieren, um so den Aufwand gering zu halten und den persönlichen Erfolg zu optimieren.
Als King H nachmittags in der Schule sass, machte ich mich von Hand an die Arbeit (mein Laptop ist gerade beim PC-Doc) und erstellte ihm ein Lernheft. Dies in Darstellung eines Quizes, was eine geraffte Form des gesamten Lerninhaltes seines Themas ist. Dabei handelt es sich um:

-Multiple-choice-Fragen
-Beschriftungen von Darstellungen
-Lückentexte
-Ergänzungsfragen
-was ist richtig/falsch-Aussagen

Da es mir wichtig ist, dass King H sich selbst kontrollieren kann, habe ich jeweils auf der rechten Seite des Blattes einen 5cm breiten Rand stehen gelassen. Auf diesen habe ich dann die Lösungen zu den Fragestellungen geschrieben. Danach habe ich diesen exakt nach hinten geknickt.
So kann King H nach jeder gelösten Seite sich selber kontrollieren.

Da ich momentan nur eine handschriftliche Version erstellen konnte, notiert sich mein Sohn seine Antworten auf ein separates Blatt und macht sich auch Notizen sowie Korrekturen auf dieses. So kann er das Quiz mehrfach benutzen.

Wie übt ihr mit euren Kindern? Bin gespannt auf Feedback! Mama H

Freitag, 7. Oktober 2016

Spielen mit Bausteinen

Heute hatte ich wieder einmal eines dieser Erlebnisse, die mir wieder vor Augen führten, wie wichtig das Spiel für die Entwicklung von Kindern ist.
Nachbarsjunge 1.0 kam zum Muffinbacken rüber (er hatte es sich schon seit einigen Tagen gewünscht) und ein paar Minuten später gesellte sich eher zufällig das 5jährige Nachbarsmädchen A noch hinzu. So fabrizierte Mümmi H gemeinsam mit ihren Freunden eine Ladung Muffins, die bei einem spontanem Festchen genüsslich verzehrt wurden.

Später spielten die drei zusammen mit Klein-h, der 1 Jahr alt ist, Lego. Alle vier profitierten voneinander, sei es bezogen auf die Kreativität, das abstrakte Denken, die mathematischen Fähigkeiten, die Fingerfertigkeiten oder die Rücksichtsnahme zueinander. Interessant war ausserdem zu sehen, dass sie keinen 'Bespasser' oder 'Animator' in Form eines Erwachsenen brauchten, um miteinander zu kommunizieren, Spass zu haben und Ideen zu verwirklichen.
Das einzige, was ich ihnen zur Verfügung gestellt habe, waren:

- grosse, leere Schachtel
- ausreichend Lego Duplo-Steine
- genügend Zeit und Raum, ohne Störquellen

Da mich der heutige Nachmittag dermassen berührte, möchte ich im folgenden Abschnitt erörtern, weshalb ich die Grundbausteine der Lego und Lego Duplo als pädagogisch sinnvoll erachte.

Feinmotorik

Besonders die Feinmotorik der Kinder wird durch das Spielen mit Lego und Duplo gefordert und gefördert. Durch das Zusammenstecken der Teile lernen die Kinder einzelne Bauteile ruhig in den Fingern zu halten und entsprechend sanft zusammenzufügen.

Abstraktes Denken

Durch das Aneinanderreihen von Steinen entstehen wiederkehrende Muster und Gebilde, welche immer wieder zu anderen Modellen zusammengefügt werden können mit einer eigenen Bedeutung. Ein solches Modell kann wiederum immer anders zusammengesetzt werden; genau wie in der Sprache und in Gleichungen. Dabei kommt es vor allem auf Übung und Durchhaltevermögen an, denn häufig sind mehrere Anläufe nötig, um eine die gewünschte Konstruktion zu erschaffen.
Wenn Kinder im Rahmen eines angenehmen Umfelds behutsam und kreativ gefördert und gefordert werden, wirkt sich das positiv auf ihre Fähigkeiten und ihr Verhalten aus. Dies äussert sich wiederum darin, dass Kinder Freude am Lernen empfinden.

Kreativität

Die Legosteine fördern die Fantasie und die Kreativität der Kinder, da auch ein ursprünglicher Umgang ohne Regeln pädagogisch wertvoll ist und die Entwicklung der Kinder positiv beeinflusst.

Mathematische Fähigkeiten

Meine beiden Grossen haben Mühe in Mathematik (hatte ich ehrlich gesagt auch). Erstaunlicherweise tut sich Mümmi H leicht beim Zusammenbauen von Legokonstruktionen nach Vorgabe; sogar wenn diese weit über ihrer Altersstufe angesiedelt sind.
Dies bestätigt mir, dass Lego und Lego Duplo durchaus unterstützend bei mathematischen und naturwissenschaftlichen Fächern einzusetzen sind. 

Bsp.: Die Kinder fragen sich, wie sie einen Turm höher bauen können, ohne dass dieser gleich wieder wackelig einstürzt. Durch bestimmte Bauweisen lernen die Kinder spielerisch die Grundlagen der Statik und Physik kennen.

Letztes ist genau heute geschehen. Die vier Kinder (naja... Klein-h hat mitgewirkt, aber wie bewusst er mitgemacht hat bis er eingeschlafen ist, weiss ich nicht.) haben zuerst einen dünnen, hohen Turm gebaut, der bis unter die Decke reichte. Dieser stürzte aber alsbald ein. Darauf stellten sie sich die Frage, wie sie ihn stabiler konstruieren könnten. Nachbarsjunge 1.0 meinte bald, er müsse dicker sein, Mümmi H erwiderte darauf, dass auch dieser ab einer bestimmten Höhe einbrechen könnte und hatte die Idee, ihn wie den Eiffelturm zu bauen. Nachbarsmädchen A fand diese Idee toll und wollte die Bausteine parat legen.
So hatte jeder seine Rolle. Beim Bau des Turms entstanden Gespräche mit Erklärungen, von welchen wir Erwachsenen viel lernen können! Es gab eine klare Rollenverteilung, einen angemessenen Gesprächston und das Ziel wurde mehr als erreicht.

Ich finde Lego, solange es nicht eine Schnickschnack-Version ist, prima und kann die Bausteine nur weiterempfehlen. Was macht ihr so mit Legosteinen?

Mama H

Mittwoch, 5. Oktober 2016

Lernordner

Kennt ihr das auch: Euer Kind kommt nach Hause und eröffnet euch zähneknirschend, es habe eine Prüfung. Natürlich nicht in einem Fach, das ihm liegt oder in welchem es nicht viel zu lernen gäbe- nein! Es ist natürlich ein Fleissfach mit einem ganzen Dossier an Blätter, die es zu verstehen gilt.
Also habe ich bei der zuständigen Lehrperson eine unausgefüllte Version der Arbeitsblätter einverlangt und habe jeweils diese mit dem denentsprechenden  ausgefüllten Blatt in eine Laminierfolie gelegt und sie zugeschweisst.
Genauso könnt ihr Busy-Travel-Ordner für unterwegs machen! Einfach eine  unausgefüllte oder mit Lücken versehene Version des Blattes haben und eine Lösungsversion. Beide Rücken an Rücken an die unbedruckte Seite legen und laminieren. Nun benötigt dein Kind nunmehr einen abwischbaren Filzschreiber und der Lernspass kann beginnen sowie der Langeweile bei längeren Reisefahrten kann vorgebeugt werden!
Mümmi H hat so erfolgreich die Uhrzeit gelernt und King H die Schweizer Geografie. In beiden Fällen war das Auswendiglernen nur halb so schlimm wie sonst und die Selbstkontrolle war enorm wichtig für den Lernerfolg!

Probierts doch aus und berichtet mir über eure Erfahrungen!

Herzlichst, Mama H