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Donnerstag, 23. August 2018

Snacks mit Botschaft

So, hier bin ich mal wieder. Bei uns ist aber auch viiiiel los...🙈
Trotzdem möchte ich euch unsere "Snacks mit Botschaft" nicht vorenthalten!

Alles, was ihr dafür benötigt, sind:

-Schaschlikspiesse
-Spiesse mit flachen Enden
-Schreiber
-Messer
-Früchte nach Gusto
-Käse
-Aufschnitt
und, und, und...

Für die Banane mit Botschaft: Mit einem Messer in die Schale fein ein paar Worte ritzen. Mit der Zeit verfärbt sich die verletzte Schale braun und man kann die Botschaft lesen!

Fruchtspiesse/Kebaps: Mit den gewünschten Zutaten Spiesse, Kebaps oder Pfeile e
designen---> seid kreativ!
-Tomaten-Mozzarella-Salat am Spiess
-Regenbogen-Fruchtspiess
-Lyoner-Mozzarella-Kebaps
-Käse-Brotwürfel-Spiess
-...

Spiess mit Botschaft: Nehmt einfach ein Spiess-Rezept von oben und pickst die Zutaten auf einen Holzspiess mit flachen Ende. Dort schreibt ihr dann was nettes drauf. Euer Kind wird sich bestimmt über diese kleine Geste freuen! Denn sie ist unauffällig-cool!😎

Donnerstag, 8. Februar 2018

Kreativ-Sein mit Kindern

Mümmi hat sich eine liebe Freundin eingeladen. Klar wollten die Girlies einige Stunden für sich haben!
Da Klein-h sich in letzter Zeit sehr fürs "Malen" begeistert, hab ich mir gedacht, wir verzieren doch einfach ein paar Köpfe, nur so zum Spass und der Kreativität wegen. Ausserdem ist es immer sehr interessant, mit Klein-h während dem Doodlen ins Gespräch zu kommen. Was einen kleinen Erdenbürger so alles beschäftigt und einfällt...!
Da ich alle alte Zeitungen zurzeit für ein grösseres Projekt verwende, haben wir eben Fotos von Familienmitglieder ausgedruckt. Fotopapier ist der Kreativität eines 2jährigen auch besser gewappnet als Zeitungspapier. Und dann? Dann haben wir drauflosgemustert, gekritzelt, geblümelt und ausgemalt... Brillen, Hörner und Bärte sowie tonnenweise Schneeflocken und -bälle und was und sonst noch so in den Sinn kam!

👉create with passion🎨

Mama H

Dienstag, 19. Dezember 2017

Reflexion

"Wenn ich nur darf, wenn ich soll, aber nie kann, wenn ich will, dann mag ich auch nicht, wenn ich muss.
Wenn ich aber darf, wenn ich will, dann mag ich auch, wenn ich soll und dann kann ich auch, wenn ich muss.
Denn schließlich: Die, die können sollen, müssen auch wollen dürfen."

Dies finde ich persönlich ein schönes, wegweisendes Zitat von Maria Montessori.
Wie wichtig es doch ist, unseren Kindern und Jugendlichen ihren eigenen Willen zu lassen und ihnen Vetrauen zu schenken... Ihnen das Gefühl zu vermitteln "du bist gut, wie du bist", "ich sehe, du hast viel Fleiss und Mühe in diese Arbeit gesteckt", anstatt bloss das Resultat zu bewerten. Hinter ihnen zu stehen, auch bei Fehltritten, ihnen aufhelfen und sie lieben, wie sie sind..!

In diesem Sinne:
☆**schöne Adventszeit!**☆

Dienstag, 25. Juli 2017

Rechnen im Alltag

Im heutigen Artikel wird zwar wieder einmal gebacken, denn Big Baba H hat Geburtstag!- ja im Juli ist bei uns was los- doch diesesmal ohne Rezept.
Heute geht es darum, wie man Das Rechnen spielerisch in den Alltag integrieren kann, damit man Kindern von Anfang an den Umgang mit Zahlen näher bringt.
Denn: das man Kinder die eigene Sprache lehrt, ist für Bezugspersonen ganz normal. Leider sieht das bei der Mathematik nicht so aus. Dabei ist auch das Rechnen und der Umgang mit Zahlen für Kinder enorm wichtig, da sie allgegenwärtig sind.

Wenn Kinder sich schon früh mit der Welt der Zahlen auseinandersetzten, fällt es ihnen das Rechnen später leichter. Zahlen kennen, verstehen und mit ihnen aktiv umgehen, ist ein progressiver Prozess; das heisst, Kinder müssen es schrittweise lernen. Mathematik ist wie eine Fremdsprache, in der verschiedenen Mengen unterschiedliche Symbole, nämlich die Zahlen, zugeordnet werden. Die 2 steht für eine Menge von zwei Dingen. Dabei ist es unwichtig, ob es sich um Tassen, Gedanken oder Tiere handelt, lediglich die Menge wird benannt. Das müssen Kinder erst einmal verstehen. Mit den Mengen kann dann gerechnet werden; dabei geht es ums Addieren/ Subtrahieren.

Praktische  Aufgaben

Mit Klein-h (mittlerweile bald 2 Jahre) handhaben wir es im Alltag rund um die Zahlen beispielsweise so:

Zahlen erkennen
Wichtig ist es in erster Linie, nichts zu forcieren/zu erzwingen, denn das würde die kindliche Neugier zerstören! Klein-h interessiert sich jedoch sehr für Autos und deren Nummernschilder. Seit etwa einem halben Jahr zeigt er immer auf die 3. Also benennt man die 3, als "3".
Dasselbe ergibt sich bei uns jeweils in der Wohnung, bei den Reglern von Küchenmaschine, Kaffeemaschine und des Kochherdes. Er zeigt auf die Zahlen. Dabei erkennt er bereits die 1 und die 3, welche er auch so benennt.

Zählen
Viele Bezugspersonen von Kindern zählen beispielsweise "1,2,3..!" (oder countdownmässig rückwärts)und dann darf ein Kind hüpfen, muss kommen, etwas verräumen. Ich muss gestehen: Auch ich war so/ertappe mich hin und wieder, dass ich soetwas mache... Dabei hat dies gar nichts mit einer Menge zu tun. Seit mir dies bewusst ist, sag ich lieber: Achtung, fertig, los! Auch Klein-h macht das so. Denn Zählen ist die Vorstufe für das Erfassen von Mengen. Und zählen geht eigentlich immer und überall: die Zahnbürsten im Bad, die Schuhe im Regal, die Gläser auf dem Tisch, die Bilder an der Wand, die Finger einer Hand oder die Platten auf dem Herd. Dabei sollte einfach beachtet werden, dass die Mengen nicht zu gross werden. Mit Klein-h geht es im Alltag oft darum, dass er sich zum Baden 1 oder 2 Badekugeln aus dem Gefäss nehmen darf. Oder wir mit ihm vereinbaren, wieviel Löffel Salat, Gemüse, Reis etc. er sich schöpft (und das klappt! Denn Kinder in dem Alter sind gerne selbstständig und eifern uns Grossen nach!). Oder wieviel Eier er aus dem Karton nehmen darf, die wir fürs Backen brauchen. So macht das Zählen auch jedes Mal Sinn. Und sinnstiftende und gleichzeitig Spass machende Tätigkeiten sind erwiesen nachhaltiger, als reine Theorie.

Mengen
Neben dem Zählen ist es auch wichtig, dass Kinder möglichst früh lernen, Mengen auf einen Blick zu erfassen. Wenn sie immer nur zählend rechnen, dann dauert der Rechenvorgang später sehr lange. Daher ist es sinnvoll, Kinder immer wieder mal anzuregen, Mengen bis (beispielsweise) fünf auf einen Blick zu erfassen. Mit meinen grösseren beiden mache ich hin und wieder dabei ein Spiel daraus, indem ich sie Gegenstände schätzen lasse: Wie viele Orangen liegen in der Obstschale?
Oder ich lasse sie die Augen schliessen und frage sie: Wie viele Bälle im Garten? Wie viele Karten liegen offen auf dem Tisch? Dies regt zusätzlich das Kurzzeitgedächtnis an und verbildlicht Mengen nocheinmal innerlich.

"Rechenspiele" im Alltag
Der nächste Schritt zum Verständnis von Rechenvorgängen ist der Umgang von Mengen.
Hier ist Einkaufen, Kochen und Backen eine wirklich grosse Hilfe! Wenn ihr das also gern macht, habt ihr schon einmal einen grossen Pluspunkt! Jetzt lasst 'mal nur eure Kinder machen...!
Wichtig dabei ist:
-genügend Zeit einplanen
-gute (Vor-)Planung eurerseits
-ruhig und gelassen bleiben
-Chaos zulassen (Kinder sind Kinder und keine kleine Erwachsene! Fehler dürfen gemacht werden! Lacht darüber, redet darüber. Aber: kein Schimpfen und Schlecht machen)

Geht mit euren Kindern einkaufen. Unterwegs habt ihr bestimmt auch schon die Möglichkeit zum Zählen, Mengen erkennen etc.
Im Kaufhaus angekommen, kauft ihr mithilfe des gemeinsam erstellten Einkaufszettels die benötigten Lebensmittel ein. Dabei können kleinere Kinder kleine Menge in den Korb packen und ältere grössere (Zählen/Mengen erfassen). Lasst euch Zeit. Es ist kein Wettrennen, Wettbewerb oder sonst etwas in dieser Richtung- es soll ja Spass machen! An der Kasse können Kinder im Alter wie King H (bald 14 J.) ausrechnen (je nach Menge der Artikel) oder grob überschlagen, wie teuer der Einkauf wird. King H, wie auch Mümmi H (bald 10 J.) können dann an der Kasse das Rückgeld kontrollieren, nachdem sie bezahlt haben.
Wenn auch hinter euch eine Menschenschlange entsteht: Egal! Auch diese waren einmal jünger und musdten den Umgang mit Geld, Lebensmitteln, dem Ein- und Auspacken erlernen.
Ruhig und freundlich bleiben, der kassierenden Person danken und euren Sprösslingen zum Einkauf gratulieren.

Zuhause angekommen, packt eure Zutaten aus. Hier könnt ihr noch einmal zählen (Milchprodukte, Früchte, Fleisch...), wenn ihr mögt.
Beim Backen, so wie wir es gestern als Überraschung für Big Baba H getan haben, lassen sich die Kinder wieder super integrieren. Wobei integrieren das falsche Wort ist: Ich habe mich rausgenommen und habe nur Hilfestellungen gegeben, wo diese explizit verlangt wurde...
Also:
-lasst eure Kinder die Backanweisung selber lesen und beispielsweise ml in dl alleine umrechnen
-lasst eure Kinder den Teig selber in 4 gleich grosse Stücke teilen
-ermuntert eure Kinder, dass sie Wasser, Milch und Co.  selbstständig abmessen können, genauso, wie sie Mehl, Zucker und Haselnüsse wiegen können
-lasst Kinder Zutaten verdoppeln/halbieren
-lasst sie Eier selber aus der Schachtel nehmen/das Backpapier fürs Blech vorbereiten
-lasst Fehler zu
-lasst sie kreativ sein!
-Vertrauen, Vertrauen, Vertrauen

So nebenbei: Es ist auch wichtig, dass sie die Texturen der Lebensmittel sensorisch wahrnehmen! Was ist warm, kalt, kühl, heiss? Was ist fühlt sich geschmeidig an, was hart? Wie schmecken die Lebensmittel einzeln (süss, sauer, salzig, umami, scharf), wie zusammen? Wie gebacken? Also lasst sie auch naschen... 😉
Auch der Umgang mit der Zeit, den Hilfsmittel (Schüsseln, Messer, Mixer, Löffel, Ofen...) ist enorm wichtig für die Kinder und stärkt deren Selbstachtung, praktische Erfahrungen und Eigenständigkeit. Nicht desto trotz benötigt es natürlich das Zusein eines Erwachsenen.

Textaufgaben
Vielen Schulkindern fällt es schwer, Sach- oder Textaufgaben zu verstehen und richtig zu lösen. Dem könnt leicht vorbeugen, indem ihr einfach kommentiert, was ihr tut: "Ich nehme jetzt zwei Teller aus dem Schrank und dann nehme ich noch zwei Gläser dazu. Wie viele Geschirrteile habe ich jetzt?"
Im Bereich der Addition ist dies (zunächst) leichter, als beim Subtrahieren. Aber auch das lernen Kinder mit ein wenig Geduld und anschaulichen Beispielen meist schnell.
Wir, respektive die Kinder, haben Baba H für die Arbeit ja 4 verschiedene Mini-Gebäcksorten zum Mitnehmen für die ArbeitskollegenInnen gebacken. Wenn ich Mümmi H nun fragen würde: "Big Baba H hat auf seinem Teller 3 Nusshörnchen, 2 Plunderkolatschen, 2 Zitronenmuffins und 4 Lebkuchen. Als er kurz weggeht, kommt sein Boss und nascht von jeder Sorte eines weg. Wieviel Gebäckstücke sind noch auf dem Teller?" ...würde sie mit höchster wahrscheinlichkeit nicht "7" antworten sondern: "Hee, der soll sich doch selber einen Teller machen-soo frech! Aber es wären 2 Nusshörnchen+1 Kolatschen+ 1 Muffin +3 Lebkuchen= 7 Stück. Es sind noch 7 Gebäckstücke drauf!!!"

Plunderkolatschen und Lebkuchen, alles in Miniformat
Mini-Nusshörnchen und Mini-Zitronenmuffins

Mittwoch, 5. Juli 2017

Milchbrötchen

Im heutigen Artikel möchte ich euch neben Umzugswahnsinn, (auch wenns noch ein wenig dauert, aber mit sovielen Personen will man ja organisiert sein...), Alltags"wahnsinn", Schwangerschaft und Bandscheibenproblem sowie beginnenden Ferien ein schnelles Rezept vorstellen, dass sich schnell umsetzen lässt und wenige Zutaten benötigt.  Die Zeit, die der Teig zum gehen braucht, könnt ihr zum putzen oder klar Schiff brauchen. Und: Ihr habt bestimmt genug Brötchen, um den Kindern ein paar mit ins Freibad oder zum Picknick mitzugeben und abends oder am nächsten Morgen noch für die ganze Familie! Oder wie wäre es als herzhafter Pausensnack...?

Milchbrötchen (16-18 Stück)

-500g Haushaltsmehl
-350ml warme Milch
-3g Bierhefe
-50g Zucker
-50g weiche Butter
- 1 Prise Salz

Ofen vorheizen auf 180°C Ober- und Unterhitze
Backblech mit Backpapier auslegen

1
Die Hefe mit einem Teelöffel Zucker bestreuen und 10 Minuten stehen lassen.

2
Die warme Milch, den restlichen Zucker und Mehl beifügen und miteinander verkneten.
Zum Gemisch die Butter und eine Prise Salz hinzufügen und 15 Minuten kneten, bis ein weicher, glatter Teig entsteht. Teig bedecken und gehen lassen.

3
Wenn sich der Teig etwa verdoppelt hat, diesen auf einer Arbeitsfläche geben und sanft zwei bis drei Mal falten. Zu einer Kugel formen und 16-18 Stücke schneiden.

--> Wenn es schneller gehen soll: aus der Teigkugel mit einem befeuchteten/beölten Eisportonierer Kugeln stechen und aufs Blech legen.

4
Die Stücke zu Kugeln formen und auf das vorbereitete Backblech legen. 

Erneut gehen lassen, bis sich die Brötchen verdoppeln.

5
Wenn die Teiglinge in die Höhe geschnellt sind, mit etwas Milch einpinseln und in den vorgeheizten Ofen bei 180°C Ober- und Unterhitze mit einem kleinen Schälchen Wasser ca. 15-20 Minuten bis goldbraun backen.

6
Aus dem Ofen nehmen und in einem Küchentuch umwickelt auf einem Gitter abkühlen lassen, um die Weichheit zu erhalten.

Viel Spass beim Nachbacken! Mama H

Donnerstag, 1. Juni 2017

Wasser- und Matschküche

In unseren Garten ist spontan und kurzerhand eine Wasser-und Matschküche eingezogen.
Weshalb das? Weil ein kühles Bad im Kinderpool schön und gut ist, aber der Funfactor auch schnell wieder vorüber ist.
So eine Kinder-Gartenküche hingegen bringt Abwechslung zum Planschalltag und fördert die Motorik wie auch die Sozialkompetenzen und vor allem die Fabtasie der Kinder.
Meine beiden jüngeren, Mümmi H und Klein-h spielen oft mit den Nachbarskindern Restaurant. Dabei geht es von der Bestellung vom Gast, über die Zubereitung der "Speisen", hin zum Service bis zum Abwasch der Utensilien alles zu und her wie im echten Restaurantbetrieb! Dann gibt es tolle Mittagsmenüs wie: Gräsernudeln, Steinsuppe oder Matschepizza oder Wassertee mit Steinschaum und Kaffee mit Sandzucker! :)
Unsere Wasser-und-Matschküche besteht der Einfachheit halber aus einem kleinen mobilen Küchenwagen, sodass immer ein Plätzchen im Halbschatten gefunden wird, einem Becken mit Sand, zwei Kübeln mit Wasser und mehreren Koch- und Backutensilien. Bei letzteren sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt: Wasserflaschen, Kochlöffel, Äste, Steine, ausgediente Joghurtbecher, Plastiktassen, Kochtöpfe, Handswirl, leere Shampoo- und Honigflaschen, Strohhalme...
Alles kann zum Kochen (wieder-)verwendet werden. Den Kindern fällt sicher noch 'ne Menge mehr ein, was zur Küche gehören muss/sollte!
Toll ist es auch, wenn ihr für Abwechslung  sorgt und den Kindern statt Sand mal Kies oder Erde zur Verfügung stellt und ihnen so eine Erweiterung der senso-motorischen-Entwicklung ermöglicht!

Unsere ist Outdoor-Kinderküche ist sehr einfach gehalten, erfüllt ihren Zweck jedoch einwandfrei. Ihr könnt das www durchstreifen und euch inspirieren lassen, wie ihr sonst noch Matschküchen erbauen könnt!

Mama H


mobile Wasser-und Matschküche

Pizza mit Geburtstagskerze. Ja, auch Geburtstage wurden schon in der Kinderküche gefeiert!
Viele fleissige Händchen sind am Werk...
In diesem Restaurant wurde schon viel erlebt: Feste gefeiert, Angestellte 'gefeuert' und pensioniert, Gäste bewirtschaftet und und und! Den Kindern fehlt es nicht an Kreativität! :D

Dienstag, 23. Mai 2017

Garten; Teil 3

Dem aufmerksamem Leser ist es sicherlich nicht entgangen, dass es wiedereinmal Zeit ist, mein Minigärtchen fotografisch wiederzugeben. Natürlich hat sich bei den hiesigen Wetterbedingungen viel im Garten getan, denn Wasser und Licht/Wärme sind ideale Wachstumsumstände für den Wildgarten und seine Bewohner!

Aber seht selbst:


Die Erdbeerpflanzen gedeihen so vor sich hin, an ihrem windgeschütztem Ort. Die verschiedenen Minzarten spriessen aus dem Boden; ich kann jeden Tag von ihnen ernten! Erdbeere wie Minzen stammen von vorherigen Jahren. Ausser dem Rückschnitt am Jahresende habe ich nichts getan. Nicht mal in die Wärme habe ich die Beeren gestellt...


Die Rose habe ich mal als Minipflänzchen gekauft und seit Jahren ist sie mein treuer Begleiter. Zu Jahresende erhält sie einen radikalen Rückschnitt. Schaut, sie blüht beteits!
Den Bio-Schnittlauch habe ich dieses Jahr in zwei Teile geteilt. Er hat sich soooo bombastisch vermehrt letztes Jahr! Ich bin gespannt, wie er sich dieses Jahr an seinen zwei verschiedenen Standorten verhält.
Hier, mein "wildes" Hauptbeet.
Beeren, Karotten, Kräuter, Blumen...was entdeckt ihr?


Mama H

Donnerstag, 4. Mai 2017

Mit Kindern die Natur erleben

Heute möchte ich darüber schreiben, wie wichtig es ist, bereits Kleinkindern die Natur in all ihren Facetten näher zu bringen. Dazu gehört auch, dass man an regnerischen Tagen nach draussen geht. Klein-hs Lieblingsort beispielsweise ist der nahegelegene Fluss mit seinen Ufern. Dort liebt er es, Steine zu "plemmen" (in das Wasser zu werfen).
Was aber tun wenn es regnet? Eigentlich nichts anderes, als an einem nicht-regnerischen Tag! Ausser, dass ihr euch und vor allem eure Kleinsten gute Regenbekleidung anzieht und dann einfach loszieht!

"Lass regnen, wenn es regnen will, dem Wetter seinen Lauf; 
denn wenn es nicht mehr regnen will, so hört's von selber auf!"
J.W.Goethe 

Regentage und Kleinkinder
Wenn ihr kleine Kinder wie Klein-h habt, die noch nicht 2 Jahre alt sind oder um diesen Dreh rum, dann ist Steine werfen hoch im Trend. Auch Tiere beobachten oder Tierstimmen nachzuahmen sind in diesem Alter sehr spannend. Vor allem sind an regnerischen Tagen andere Tiere aktiv als an Tagen, an denen es es nicht regnet. Aktivitäten wie in Pfützen springen,  auf Baumstümpfe klettern oder Stecken und sonstige Naturalien sammeln und darüber sprechen sind ganz toll für die Kinder und fördern die Sprachentwicklung sowie die Motorik der Kleinen.

Regentage und Vorschul- und Schulkinder
Habt ihr bereits grössere Kinder, dann lasst sie die Umgebung, in der ihr seid, erkunden. Lasst sie klettern, mit Wasser spielen, Blumensträusse binden etc. Wenn sie das Gespräch mit euch suchen, geht auf die Fragen ein. Es werden spannende Gespräche entstehen. Ansonsten fragt eure Kinder
-wie riecht die Natur, wenn es regnet im Gegensatz, wenn es trocken ist?
-welche Tiere kannst du sehen, wenn es regnet/welche nicht?
-wie fühlen sich Steine an, wenn sie nass sind?
Lasst eure Kinder mit allen Sinnen die Natur bei Regen erfahren!

Wenn wir nach einem Regentagausflug nach Hause kommen, sind wir um einen Haufen Erfahrungen reicher. Da wir gut gekleidet draussen waren, sind jeweils nur unsere Hände (wir tragen keine Handschuhe. Wir brauchen die Hände zum Tasten und Erleben...) und Nasen kalt. Dann gönnen wir uns ein warmes Bad oder eine ruhige Zeit unter der Kuscheldecke mit warmen Kakao und quasseln über das Erlebte. Kinder benötigen so einen oder einen ähnlichen Abschluss, um all die Eindrücke ordnen und verarbeiten zu können.

Was macht ihr an Regentagen? Mama H

Mama-Ente mit 9 Jungen bei der Futtersuche. Die Aufnahme entstand kurz bevor es zu regnen anfing.
Wie fühlt sich nasses Moos an? Wie riecht es? Wie fühlt sich die Rinde an, wenn es regnet? Warum wächst auf diesem Baumstumpf wieder etwas...?
"Wenn es regnet, kommen die verschiedenen Farben der Steine besser zur Geltung!" 
Diese Feststellung hat Mümmi H gemacht und einige Exemplare am Flussufer gesammelt und daheim zusammengestellt.

Freitag, 21. April 2017

Candy-Blumenstrauss

Heute sind wir auf einen Kindergeburtstag eingeladen. Und da die Kleine so Eiskönigin-Fan ist, war es naheliegend, ihr etwas "eisiges" zu schenken.
Aufgrund der grossen Begeisterung der letzten Candy-Sträusse, habe ich ihr auch einendesignt.
Wie man dies macht, habe ich euch ja hier
schon genauer beschrieben.
Aber nun zum neuesten Exemplar:

Candy-Strauss, die Eiskönigin

Das fertige Modell
Das "nackte" Modell, zur besseren Ansicht
Alles, was ihr dazu braucht, ist eine alte gesäuberte Dose, einen Ausdruck nach Wunsch, Zahnstocher und Spiesse, verschiedene Süssigkeiten, diverse Dekoartikel nach Wahl
Mama H

Samstag, 1. April 2017

Nutella-Swirls

Heute habe ich ein Rezept für euch, dass wohl jedes Kind liebt!  Aber auch ich habe das eine oder andere Teilchen davon stibitzt...
Normalerweise würde ich die Swirls mit meiner "Nusella", selbstgemachten gesunden Variante der Nutella herstellen. Aber irgendein Schleckmaul hat sie weggenascht... ich muss nur noch rausfinden wer!
Also musste ich gestern meine liebe Nachbarin um ein paar Löffelchen Nutella anpumpen gehen.  Gut, wenn man liebe Menschen um sich hat! Ich hatte mir auch fest vorgenommen, ihr als Dankeschön einige Nutella-Swirls vorbeizubringen... meine Naschkatzen hielten nichts davon!😉

Nutella-Swirls (ca. 20 Stück)

-2 Blätter rechteckigen Blätterteig
-3-4 EL Nutella
-1 handvoll Schokodrops
-1 verquirltes Ei

Backofen auf 220°C Ober- und Unterhitze vorwärmen. Zwei Bleche mit Backtrennpapier auslegen.

1
Die Blätterteige jeweils noch dünner ausrollen. Sie sollten möglichst gleich gross sein. Einen beiseite legen.

2
Auf den anderen Blätterteig vorsichtig gleichmässig die Nutellacreme verteilen und die Schokodrops darüber verteilen.

3
Nun das zweite Blätterteig-Rechteck deckend darüber legen. Mit einem Rüstmesser oder Pizzarad ca. 1-2cm dicke Streifen abschneiden. Die Enden der Streifen zwischen den Händen halten und in entgegengesetzter Richtung mehrere Male drehen, damit der "Swirl" entsteht.

4
Auf die vorbereiteten Bleche legen und mit Ei bestreichen. Dann ab in den Ofen für ca. 10-15 Minuten.

So sehen die fertigen Swirls aus.
Wer lust hat, kann noch Puderzucker zur Deko darüberrieseln lassen.
Leider hatte ich nach kaum mehr als 10 Minuten nichts für die rettende Nachbarin übrig...
Und so sehen die Swirls im Produktionsverlauf aus.

Gut schmecken sie übrigens auch pikant mit Tomate-Mozzarella, Ricotta-Spinat, Pesto, Peperonata oder mit Käse. 

Was ist euer Lieblings-Swirl?

Mama H

Donnerstag, 30. März 2017

Garten, Teil 2

Ach,  bei uns geht's wieder drunter und drüber! So dass ich (leider!) keine Zeit fand, um hier zu bloggen - entschuldigt!
Mögt ihr euch an meinen Artikel "Garten, Teil 1" erinnern? In dem ich euch davon berichtete, wie ich mit meinen Kids und den Nachbarskindern den Garten ungestaltete? Und obwohl es ja erst kurz warm ist, spriesst und gedeiht es aus allen Ecken in unserem kleinen Gärtchen! Wir können bereits unseren heissgeliebten Kräuterquark essen, denn der Bio-Schnittlauch, den wir in zwei Teile geteilt hatten und an verschiedenen Standorten verpflanzt hatten, schiesst prima aus der Erde. Und das, obwohl wir bis anhin noch nie gegossen haben...wir lassen die Natur 'mal machen. Auch beim Steingärtchen blühen die ersten pinken Blümchen und aus den Samen der Verkaufsaktion sind ohne Zutun viele kleine Sprossen geworden.
Doch seht selbst, was sich alles getan hat:

Bio-Schnittlauch, viele kleine Sprossen (Blumen, Gemüse und Kräuter), Johannisbeere und am Gartenzaun: Tulpen und Narzissen schiessen aus dem Beet, welches meine Kinder mit den Nachbarskindern angelegt haben
Letztes Jahr haben meine Kinder je einen Topf Erdbeeren geschenkt bekommen. Diese habe ich lediglich und unwissend Ende Herbst nach je einer Erdbeere und einer Menge vertrockneten Blättern zurückgeschnitten und draussen hängen lassen. Den ganzen Winter...
Jetzt wachsen und gedeihen sie schöner als zuvor. Wir sind alle gespannt, ob's auch etwas zu ernten gibt...!
Diese 5jährige Rose wird jedes Jahr radikal gestutzt und wächst und blüht wunderschön aufs neue! P.S.: sie war einmal ein klitzekleines Topfröschen
Bio-Schnittlauch Teil 2: auch dieser Teil hier an einem windgeschütztem Ort wächst und wächst. Von ihm haben wir schon eine Menge abgeschnitten und gegessen.


Wenn ihr die Chance habt, irgendwo etwas mit euren Kindern zu pflanzen, dann macht es! Meine Kinder sowie die der Nachbarschaft sind ganz begeistert, was sich da tut! Dabei spielt es keine Rolle, wieviel ihr pflanzt:  es kann auch nur eine Feuerbohne sein! 
Es tut sich soviel, wenn man etwas anpflanzt: der Sprössling drückt sich durch die Erde, wächst und wächst Richtung Licht. Hummel und Zitronenfalter gesellen sich dazu. Und wenn alles gut geht, kann man etwas ernten oder sich an der Blütenpracht erfreuen!

Überlegts euch! Mama H

Freitag, 24. März 2017

Spontaner Kinder-Kino-Nachmittag mit Schoko-Nuss-Blechkuchen

Ich gehöre ja zu den Menschen, die die Ansicht vertreten, dass es kein Schlechtwetter gibt, bloss die falsche Kleidung.
Da jedoch Mümmi H morgen im Kino mit ihren Freunden ihren heissersehnten Film "Bibi und Tina- Tohuwabohoo" ansehen geht, diese jedoch die ersten Teile nicht kennen, haben sie sich spontan über Mittag für nachmittags bei uns nach der Schule für einen Kinonachmittag verabredet. Dabei nimmt jeder etwas zu essen oder trinken mit.
Beigeistert von dieser Selbstinitiative und Organisationstalent der 9jährigen sowie 10jährigen Kindern, habe ich entschlossen einen Schoko-Nuss-Blechkuchen beizusteuern:

Schoko-Nuss-Blechkuchen:

-250g Butter
-200g Zucker
-200g Weissmehl
-5 Eier
-1 Päckchen Backpulver
-3 TL Kakaopulver
-50 ml Sprudelwasser
-200g gemahlene Haselnüsse
-100g Schokodrops

Backofen auf 180°C Ober- und Unterhitze vorwärmen
Blech mit Backpapier auslegen.

1
Zunächst die Butter und den Zucker so lange rühren bis sie schaumig sind. Dann die Eier nach und nach hinzugeben und weiterrühren bis eine cremige Masse entsteht.

2
Anschliessend Mehl, Kakao und Backpulver zusammenmischen. Dann unter die feuchten Zutaten rühren.

3
Daraufhin das Sprudelwasser sowie die Nüsse und die Schokostreusel unterheben.

4
Den Teig nun gleichmässig auf das Backblech verteilen. Den Blechkuchen bei 180°C für ungefähr 30 Minuten backen.

5
Den Kuchen genügend abkühlen lassen und ihn dann so verzieren, wie man möchte!



Donnerstag, 9. März 2017

Osternester 'mal anders oder: Eierbecher; Teil 1

Wenn ihr ein 80er-Kind wie ich eins bin seid, hattet ihr bestimmt eine Mutter, Tante, Grossmutter oder sonst jemand in eurer Umgebung, die sich mit Salzteig kreativ die Zeit vertrieben haben...stimmts? :-)
Heiss beliebt waren dazumal Blatter- und Blütenkränze, gespickt mit Nelken und echten Apfelstielen. Auch das Einfärben von Salzteig mit natürlichen Mitteln war eine zeitlang voll Trend. Wir hatten im Kindergarten eine Puppenecke mit Spielküche. Unsere Kindergärtnerin hatte Lebensmittel "gesalzbacken". Ich weiss bis jetzt mag noch genau, dass der wuschelköpfige Andreas, der bebrillte Flavio sowie die langhaarige Flora ständig an den Salzteig-Dingern leckten oder sie sogar anknabberten! Da meine Mama mit mir häufig bastelte, hatte sie mir eingebläut, dass ich das ja nie machen dürfe! Jetzt, dreissig Jahre später, kann ich darüber schmunzeln...

Grundrezept für Salzteig

-1 Teil Salz
-1 Teil warmes Wasser
-2 Teile Mehl
-1TL Speiseöl

1
Wasser mit Salz vermischen.
Nach bis nach das Mehl und das Öl untermischen.

2
Falls der Salzteig etwas zu klebrig ist, in kleinen Portionen Mehl daruntermischen.


Ich habe meinen Kindern davon erzählt, wie ich früher mit ihrer Oma, gesalzteigt habe. Deshalb haben wir uns geeinigt, heute Nachmittag ein paar Salzteig-Stunden einzurichten. Allerdings wollten wir nicht einfach "etwas" produzieren. Somit entschieden wir uns, dass wir kleine Osternester (für ein hartgekochtes Ei) fabrizieren, die man später noch als Eierbecher benutzen kann.

Als zusätzliches Material zum Teig, benötigten wir noch Backblech mit Backtrennpapier, Wallholz, Ausstechformen, Messer, Knoblauchpresse, Klopapierrolle, Mehl, Zahnstocher und eine Schale mit Wasser:
Los gehts:
Arbeitsfläche bemehlen
1
Eine Stück Salzteig nehmen, kneten.
Mit den Händen zu einer Wurst rollen und um eine Klopapierrolle wickeln. Die Enden des Teigs mit etwas Wasser benetzen und gut verstreichen.
2
In eine Knoblauchpresse Salzteig geben und drücken. Mit einem scharfen Messer vorsichtig abschneiden. 
3
Die Klopapierrolle entfernen. Sie diente lediglich als Größenangabe. 
Nun den entstandenen Ring mit etwas Wasser benetzen und die gepressten Schafshaare  vorsichtig daraufverteilen, leicht andrücken und mit dem Ring verbinden.
4
Mit den gleichen Verfahren einen Kopf mit Ohren und Haaren, Vorderbeine und einen Schwanz formen. Mit Wasser an den Körper anbringen. 

Hier folgen nun weitere unserer Beispiele für Salzteignester/Eierbecher:
Mümmi H formt für ihr Schäfchen lauter kleine Kugeln,...
...die sie dann mithilfe Wasser und Zahnstocher an ihrem Salzteigring befestigt hat.
Am Ende von Teil 1 sah ihr Schäfchen dann so aus.
Der 1 1/2jährige Klein-h drückte Blumenornamente mit seinem Zeigefinger. 
... Diese zieren nun einen Osterkranz!
Minimalistisch aber clever: King H wählte für sein Teenie-Projekt die Vogelperspektive. Ein weisses Ei ist dann zugleich das Stoppelschwänzchen vom Hasen!

Jetzt muss alles zum Trocknen nurmehr für ca. 1 Std. in den auf 150°C warmen Ofen. Danach für 30 Minuten auf 100°C. Zwischendurch die Ofenklappe ruhig mal öffnen, um die Feuchtigkeit entweichen zu lassen.


Was bastelt und brutzelt ihr so zur Osterzeit? Mama H


Mittwoch, 1. Februar 2017

gewesen: Paul Gugelmann-Museum; Schönenwerd

Im heutigen Post berichte für einmal nicht ich über Erlebtes, sondern Mümmi H. Das deshalb, weil sie mit ihrer Klasse einen Halbtags-Ausflug ins Gugelmann-Museum nach Schönenwerd/SO machte und ganz begeistert von dem heimeligen Museum war und noch immer ist!
Ich beschreibe euch hier kurz, um was es in diesem Museum geht und danach überlasse ich meiner 9-jährigen Tochter das Wort.

Das Paul Gugelmann-Museum zeigt die Werke von Paul Gugelmann (geb.1929), der lange Jahre für die in Schönenwerd gegründete Schuhfabrik Bally tätig war. Die ausgestellten, meist beweglichen Figuren, wirken poetisch, woher wohl auch der Name 'Poetische Skulpturen' rührt.

Nun aber zu Mümmi H's Erlebnisbericht:

Das kleine Museum ist im Dorf von Schönenwerd vis-a-vis von der Alten und Neuen Turnhalle. Es ist dunkelbraun und hat 3 Stockwerke. Wenn man reingeht hat es gleich Kunstwerke. Manche sind gross und manche sind klein. Manche sind laut und manche sind leise. Paul Gugelmann liebt Vögelskulpturen. Paul Gugelmann hat seine Skulpturen aus Metalle gemacht. Diese heissen: Zinn, Kupfer und Messing. Am besten gefällt mir ''Der Totentanz''. Da hats einen König und ein Skelett die gucken herum. Und wenn es läutet dann ist jemand gestorben. Paul Gugelmann hat viele gute und schöne Sachen erfunden.

von Mümmi H

Öffnungszeiten:
Mittwoch, Samstag, Sonntag, jeweils 14.00 - 17.00 Uhr (ausser an Feiertagen)

Eintrittspreise:
Einzeleintritt CHF 5.00 (inkl. Führung). Bis 16 Jahre freier Eintritt

Gruppenführungen:
Ausserhalb der Öffnungszeiten auf Anmeldung (14 Tage im Voraus). Bis 15 Personen, CHF 80.00, ab 16 Personen CHF 160.00, ab 31 Personen CHF 240.00

Donnerstag, 19. Januar 2017

Lernen: Montessori Math City

Unter der Rubrik 'Lernen' möchte ich euch heute einmal eine App vorstellen. Ja, ihr habt richtig gelesen! Mama H stellt eine App zum Lernen vor und nicht etwas zum Basteln, übereinander stapeln, zum Hüpfen oder Greifen vor, nein, etwas Digitales.
Aber auch nur deshalb, weil ich denke, dass diese App zusätzlich zu den anderen Lernangeboten eine wirklich tolle Sache ist.
So, nun genug gequatsch! 😊  Es handelt sich dabei um die 'Edoki-App: Montessori Math City', welche rund 4 Euro kostet, dafür aber keine störende Werbung und keine In-App-Käufe aufweist. Weiterer Vorteil ist, dass der Anbieter das Lernspiel auf 15 Sprachen, darunter Deutsch, Englisch, Spanisch, Französisch, aber beispielsweise auch Türkisch oder Chinesisch (traditionell oder vereinfacht) und Dänisch sowie Schwedisch anbietet. Hier ist jedoch bereits ein erster kleiner Wehrmutstropfen (auf Deutsch, die anderen Sprachen habe ich nicht getestet) zu vermerken: Es hat sich ein wiederholter Fehler eingeschlichen. So wird, als Belohnung, 'new Gebäude' anstatt 'neues Gebäude' angepriesen, was wirklich schade für eine Lern-App ist. Hinzufügen ist noch, dass die für meinen und Mümmi H's Geschmack etwas seltsam anzumutende Computerstimme das Wort '7' eher als 'siebnen' ausspricht. Mümmi H hat nach einer kurzen Weile den Ton des Tablets einfach auf stumm geschalten, da die Entwickler das Spiel so konzipiert haben, dass es selbsterklärend ist und sogar Kinder mit 5 oder 6 Jahren die Einstiegsaufgaben visuell erarbeiten könnten.
Allgemein kann ich anmerken, dass der Aufbau der App klar strukturiert, durchdacht und aufbauend ist: Zuerst dürfen die Kinder mithilfe der goldenen Perlen bis 9 zählen (zuordnen), anschliessend wird ihnen spielerisch vermittelt, dass zehn Einheiten (=Einer) einem Zehner entsprechen, zwanzig 2 Zehner, dreissig 3 Zehner und zweiundsiebzig 7 Zehner und 2 Einheiten; bis auf 1000! So wird auch der jeweilige Übergang von einer Einheit zur nächsten vermittelt, ohne dass sich das Kind krampfhaft darum bemühen muss zu rechnen. Der 'Aha-Effekt' wird höchstwahrscheinlich nicht lange auf sich warten lassen...
Bei der Funktion 'Quiz' geht es um die Wissenssicherung des Gelernten. Das Kind hat hier die Möglichkeit zusätzliche Stadtelemente zu gewinnen, um seine eigene Stadt zu vergrössern. Diese Elemente (Wolkenkratzer, Häuser, Geschäfte, Autos, Flugzeuge, Springbrunnen...) erhält das Kind jeweils als Bonus für gelöste Aufgaben. Falsch gelöste Aufgaben gibt es in diesem Lernspiel übrigens nicht - das würde demotivieren. Die Aufgabe schliesst nicht ab, bevor sie nicht korrekt gelöst (Auf welchem Weg auch immer. Das ist der Vorteil der Mathematik. ) wurde. Aber keine Angst: Da es ja darum geht, dass die Kinder nach einem ersten gemeinsam Spiel mit den Erwachsenen die App alleine bewältigen können, haben die Edoki-Entwickler Hilfestellungen eingearbeitet, dass es zu Lösung kommt, die dem Lernprozess des Kindes entspricht.
In der Rubrik 'Zahlenblöcke' lernt das Kind ergänzen. Zuerst mit kleineren Zahlen, danach mit grösseren. Mümmi H hatte immer Respekt vor grösseren Zahlen, aber seit dieser Lern-App spielt es ihr wie keine Rolle mehr. Im Gegenteil: Sie spielt sogar mit den Zahlen! Das ist nämlich bei dieser Rubrik gut möglich, da es hier 50+50 selber in 100 umwandelt und dementsprechend auch, wenn das Kind 10 mal 10 Blöcke übereinander türmt. Auch hier, wie bei allen anderen Themenbereichen, kann das Kind wieder  Elemente für seine eigene interaktive Stadt sammeln. Die repräsentieren die Einer, Zehner, Hunderter und Tausender, welche das Kind während seinem Lernprozess begegnet ist.

Abschliessend möchte ich noch bemerken, dass es einen, na ja 'gesicherten' Bereich für Eltern hat, in der die Montessoripädagogik kurz erläutert wird, da diese der Grundgedanke hinter der App ist und die Werzeuge von den Materialien Maria Montessoris stammen.
Die App eignet sich ab ca. 5 Jahren und begleitet das Kind noch einige Folgejahre weiter, da es das Dezimalsystem bis 1000 spielerisch vermittelt und adaptives Lernen ermöglicht.
Trotz kleiner Mängel, die hoffentlich bald behoben werden, ist es diese App ihr Geld wert.
Fazit: probierts aus!

Mama H